Wenn die Almen im Salzburger Land nach dem Almabtrieb verlassen sind, zieht das Kasermandl zu Martini daselbst ein. Dort residiert es bis zum Georgitag am 23. April und bittet sich jedwede Störung aus. Der kleine Berggeist, so heißt es in der Sage, kann nämlich ganz schön ungemütlich werden mit seinen Streichen.
Ein besonderer Spaß, vor allem für die Kinder, ist es, das Kasermandl nachzuahmen und von Tür zu Tür zu gehen. Dieser Brauch heißt Kasermandlgehen. Mit allerlei Glockengeläut und selbst gebastelten Lichtern erbitten sich die Kleinen Süßigkeiten. Zum Dank tragen sie Sprüche und Gedichte vor und singen auch lustige Lieder.